Österreich

Änderungen der Trinkwasserverordnung

Seit dem 1. November 2011 gilt die neue Trinkwasserverordnung. Sie wurde in einigen Punkten an neueste wissenschaftliche Erkenntnisse und europäische Vorgaben angepasst. Die neue Verordnung bringt außerdem eine Reihe neuer Definitionen. Im Folgenden haben wir die wesentlichen Änderungen für Sie zusammengefasst:

§6 Chemische Anforderungen
Der Bleigrenzwert wird gemäß einer 15 Jahre alten EU-Vereinbarung von 1998 ab dem 1. Dez. 2013 von derzeit 0,025mg/l auf nur noch 0,010 mg/l reduziert.


§11 Aufbereitungsstoffe und Desinfektionsverfahren
Minimierungsgebot heißt auch, dass die chemische Desinfektion einer Trinkwasseranlage zur Beseitigung einer Kontaminierung möglich ist, die kontinuierliche „Impfung“ als Vorbeugemaßnahme jedoch weiterhin nicht vorgesehen ist.

Wenn als Sofortmaßnahme Trinkwasser-Installationen chemisch desinfiziert werden müssen, dürfen nur Aufbereitungsstoffe aus der Liste des Umweltbundesamtes (UBA) verwendet werden. Kontinuierliche Impfungen als Vorbeugemaßnahme sind jedoch weiterhin nicht vorgesehen.


§13 Anzeigepflichten
Der Unternehmer oder sonstige Inhaber der Wasserversorgungsanlage muss dem Gesundheitsamt die Errichtung, Inbetriebnahme, wesentliche Veränderung, Stilllegung oder Übergang des Eigentums innerhalb der vorgegebenen Fristen anzeigen. Die Anzeigepflicht trifft neben dem tatsächlichen Betreiber einer Anlage (z. B. Mieter) auch den Eigentümer der Wasserversorgungsanlage.

Trinkwasseranlagen sind nur dann von der Anzeigepflicht erfasst, wenn die Trinkwasserbereitstellung im Rahmen einer öffentlichen Tätigkeit erfolgt.

Zudem müssen alle Großanlagen zur Trinkwassererwärmung (>400l bzw. Leitungen >3l) in öffentlichen und gewerblichen Gebäuden – auch im Bestand – dem Gesundheitsamt mitgeteilt werden.


§14 Untersuchungspflichten
Für Großanlagen zur Trinkwassererwärmung (>400l bzw. Leitungen >3l) in öffentlichen und gewerblichen Gebäuden besteht die Pflicht zur Untersuchung auf Legionellen – soweit dort Wasser vernebelt wird (z. B. Duschen). Hierfür sind geeignete Probentnahmestellen einzuplanen.


§17 Anforderungen an Anlagen für die Gewinnung, Aufbereitung oder Verteilung von Trinkwasser
Trinkwasser-Installationen müssen von Nichttrinkwasseranlagen (z.B. Wasser-Nachspeisung von Heizungsanlagen) durch Sicherungseinrichtungen entsprechend den allgemein anerkannten Regeln der Technik (DIN EN 1717) getrennt werden.

Werkstoffe und Materialien, die in Kontakt mit Trinkwasser kommen, müssen den anerkannten Regeln der Technik entsprechen. Kunststoffe und andere nicht metallische Werkstoffe müssen die hygienischen Eignungen nach dem KTW-Empfehlungen (Kunststoffe im Trinkwasser) und nach DVGW-Arbeitsblatt W 270 nachweisen. Zur Beurteilung der hygienischen Eignung von metallenen Werkstoffen in Kontakt mit Trinkwasser ist ein Verfahren entwickelt worden. Metallene Werkstoffe, die diese Anforderungen erfüllen, werden zukünftig als Trinkwasser-hygienisch-geeignet in einer Metallliste aufgenommen (die Prüfungen von üblichen Metallen und die Liste selbst sind in Bearbeitung). Dies hat den Vorteil, dass auf aufwendige Einzelprüfungen am Produkt verzichtet werden kann.

Wenn von einem nationalen oder europäischen Branchenzertifizierer (z. B. DVGW oder KIWA) zertifizierte Produkte verwendet werden, ist sichergestellt, dass die anerkannten Regeln der Technik eingehalten und die Anforderungen der TrinkwV erfüllt werden.

Die Produkte von FRÄNKISCHE entsprechen allen Anforderungen

Die Trinkwasserverordnung 2011 bringt derzeit keine neuen Anforderungen an die Produkte von FRÄNKISCHE für die Trinkwasser- und Heizungsinstallation.

Alle DVGW (min. 70°C/10bar) zertifizierte Rohrsysteme, wie alpex F50 PROFI und alpex L sowie der Steckfitting alpex-plus und die ff-therm und alpex-therm Rohrvarianten entsprechen aktuell den anerkannten Regeln der Technik und somit auch den Anforderungen der Trinkwasserverordnung 2011.


Hinweis

Für weitere Informationen steht Ihnen die aktuelle Trinkwasserverordnung 2011 im Internet zum Download bereit: www.dvgw.de/wasser/recht-trinkwasserverordnung