Österreich

Vermeidung von Frostschäden an Rohrinstallationen

Generell sind keine wassergefüllten Rohrleitungen (Kupfer, Edelstahl, Stahl, Kunststoff, Mehrschichtverbund) in der Trinkwasser- und Heizungstechnik frostbeständig.

Deshalb sind alle wassergefüllten Rohrleitungen vor Frost zu schützen.

Erfahrungen zeigen, dass nicht frostgeschützte Rohre aufgrund möglicher Eisbildung im Rohrinneren der Gefahr eines Rohrbruchs ausgesetzt sind.

Frostschäden vermeiden

Etwaige Rohrbrüche/ Undichtigkeiten treten erfahrungsgemäß nicht direkt an der Stelle der Eisbildung, sondern immer in der wärmeren Umgebung der weiterführenden Rohrleitung auf. Somit befinden sich die Schäden zum größten Teil innerhalb von Gebäuden.
Besonders frostgefährdete Installationsorte für Rohrleitungen befinden sich in Dachböden, unterirdischen Parkdecks, Gärten und in unmittelbarer Nähe von Gebäudeöffnungen (Türen, Durchgängen, Fensterflächen etc.).
Besondere Gefährdung besteht in der Rohbauphase.

Achtung!!
Eine Rohrdämmung allein mit großer Dämmdicke ist keine Garantie für einen Schutz gegen Einfrieren bzw. Eisbildung! Die Eisbildung ist nur eine Frage der Zeit.

Viel mehr von Bedeutung ist die Anwendung der Rohrleitung in der Trinkwasser- und Heizungstechnik. Rohrleitungen mit einem konstanten Wasserstrom im Inneren sind weniger durch Eisbildung gefährdet als Rohrleitungen, die nur zeitweise oder mit längeren Stagnationsperioden betrieben werden.

Bei einem Wechsel des Zustandes vom Wasser zum Eis im Rohrinneren nimmt das Volumen um ca. 9% zu. Aus der Volumenvergrößerung heraus resultiert ein unzulässig hoher Rohrinnendruck an der Stelle der Eisbildung, die zum Rohrbruch führen kann. Hier ist ein Rohrinnendruck von mehr als 70 bar möglich.

Frostschutz bei Trinkwasserinstallationen

Bei Frostgefahr sind mit Wasser gefüllte Trinkwasserleitungen, die Stagnationsperioden ausgesetzt sind, zu entleeren oder durch geeignete Maßnahmen zu schützen.
Als weiterer Frostschutz für Rohrleitungen können Rohrbegleitheizungen vorgesehen werden. Hierbei handelt es sich um ein elektrisches Heizband, welches außen am Rohr unter der Rohrdämmung geführt wird. Zu beachten ist hierbei die max. Temperaturbegrenzung der Begleitheizung von 60°C beim Einsatz für Kunststoff- oder Mehrschichtverbundrohren.

Frostschutz bei Heizungsinstallationen

Bei Frostgefahr sind mit Wasser gefüllte Heizleitungen, durch einen, dem Heizwasser beigefügten Anteil von bis zu 35% Frostschutzmittel (Glykol) zu schützen.

Nachfolgende Frostschutzmittel können als Medium in Verbindung mit dem alpex System (Rohr und Verbindungsstücke) eingesetzt werden:

Antifrogen N von Clariant GmbH;
Antifrogen L von Clariant GmbH;
Infos unter: www.antifrogen.de bzw. Tel.: (08679) 7-2272

Tyfocor von Tyforop Chemie GmbH;
Tyfocor L von Tyforop Chemie GmbH;
Infos unter: www.tyfo.de bzw. Telefon: (040) 20 94 97-0

NALCO 77336 von NALCO GmbH;
Infos unter: www.nalco.com bzw. Telefon: (069) 79 34-0