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Pioniergeist und Innovationskraft für die Automation

Gestern, heute, morgen: Mit Wissen, Erfahrung und Entwicklergeist prägen die FRÄNKISCHE Rohrwerke GmbH & Co. KG und ihre Tochtergesellschaft FRÄNKISCHE Industrial Pipes seit Jahrzehnten Elektrotechnik und industrielle Automation mit. Der heute weltgrößte Wellrohr-Hersteller ist einer der führenden Systemanbieter für industriellen Kabelschutz und entwickelt seine Lösungen beständig weiter.

Die Anfänge liegen 112 Jahre zurück: Gegründet wurde FRÄNKISCHE 1906 in Schweinfurt unter dem Namen „Fränkische Isolierrohr- und Metallwaren-Werke Gg. Schäfer & Cie.“. Nachdem ein Brand die Fabrik zerstört hatte, fand das Un-ternehmen 1912 knapp 35 Kilometer weiter östlich eine neue Heimat, in Königsberg in Franken. 1909 war Otto Kirchner, Großvater des heutigen geschäftsführenden Gesellschafters, als Teilhaber eingetreten. Zehn Jahre später ging das Unterneh-men vollständig in Familienbesitz über. Nach Kirchners Tod 1946 löste seine Witwe Dr. Auguste Kirchner das Unternehmen drei Jahre später aus der amerikanischen Treuhänderschaft. Sie stellte mit ihrer Entscheidung für den Werkstoff Kunststoff die Weichen für eine erfolgreiche Zukunft.

Meilensteine in der Rohrproduktion
1952 brachte FRÄNKISCHE das weltweit erste flexible Elektroinstallationsrohr aus Metall auf den Markt, 1959 folgte das ebenfalls weltweit erste Kunststoff-Wellrohr für die Elektroinstallation. Mit der Herstellung des ersten gewellten endlos produ-zierten Dränrohrs aus Kunststoff revolutionierte das Unternehmen 1961 die Dräntechnik. Diese Meilensteine wurden zur Grundlage für zahlreiche weitere Pro-duktinnovationen. 2006 – 100 Jahre nach der Gründung – übernahm Otto Kirchner alle Anteile von seinen Mitgesellschaftern und führt FRÄNKISCHE seitdem als alleiniger Gesellschafter in nunmehr dritter Generation. Kirchner startete die Inter-nationalisierung des Unternehmens und gründete 2008 die FRÄNKISCHE Industrial Pipes GmbH & Co. KG als 100-prozentige Tochtergesellschaft von FRÄNKISCHE. So blickt die „FIP“ zwar auf eine kurze eigene Firmengeschichte zurück, die Grundlagen für Innovationskraft und wirtschaftlichen Erfolg wurden ihr jedoch schon von der Muttergesellschaft in die Wiege gelegt.

281 Millionen Meter Rohr pro Jahr
Heute hat FRÄNKISCHE mehr als 4.200 Mitarbeiter an 22 Standorten weltweit. An den elf Standorten der FIP rund um den Globus sind rund 2.500 Mitarbeiter auf 280.000 Quadratmetern Produktionsfläche beschäftigt. Im Geschäftsjahr 2016/17 verarbeiteten sie dabei mehr als 15.000 t Kunststoff. 281 Millionen Meter Rohr verlassen Jahr für Jahr die Werkshallen und kommen in verschiedensten Bereichen zum Einsatz: Neben Industrie und Chemie unter anderem in Robotik, Bahntechnik, Schiffbau sowie Erneuerbaren Energien wie Solarthermie und Windenergie. Absatz-märkte sind auch die Bereiche Automotive, Bau- und Landmaschinen, Sanitär- und Medizintechnik sowie die Hausgeräteindustrie. Bei allen Kabelschutzlösungen steht 100-prozentige Zuverlässigkeit an erster Stelle. Daher lässt das Unternehmen seine Produkte laufend intern, aber auch von unabhängigen, akkreditierten Prüfinstituten testen.

Kompetenz Sonderanfertigungen
Der Schwerpunkt liegt auf der Produktion von Well- und Glattrohren aus Kunststoff mit bis zu fünf Schichten. Aber auch individuelle Lösungen auf der Grundlage von Technologien wie Blasformproduktion, Montage, Oberflächenbeschichtung, Spritzgießen, Stricktechnik und Thermoverformung zählen zum Leistungsspektrum. „Die Vielfalt der Produktpalette ist in den unterschiedlichen Anforderungen unserer Kunden begründet. Dass wir auch für knifflige Fälle und schwierige Aufgaben Lösungen finden, macht uns zum Spezialisten für kundenspezifische Entwicklungen und zum kompetenten Ansprechpartner bei Sonderanfertigungen in der industriellen Automation“, sagt Geschäftsführer Guido Wey.

„We simplify your world“
Seine Lösungen für industriellen Kabelschutz hat der Systemanbieter im Programm FIPSYSTEMS® zusammengefasst. Denn hier sind Kabel häufig extremen Belastungen ausgesetzt – Hitze und Kälte, Feuchtigkeit und Nässe, Abrieb und Schlägen oder chemischen und mechanischen Einflüssen. Abgestimmt auf die Anforderungen ihrer Kunden konzipiert und produziert die FIP medienführende Systeme, die Kabel schützen und bündeln.

FIPLOCK®ONE – eine Verschraubung für alle Fälle
Die Wellrohre der Serie FIPLOCK® leisten hochwertigen mechanischen Kabel-schutz, sind vielseitig anwendbar und in unterschiedlichen Materialqualitäten er-hältlich. Die vormontierte Verschraubung FIPLOCK®ONE erweitert die Reihe zum System: Sie verbindet FIPSYSTEMS®-Wellrohre mit Fein- und Grobprofil von NW07 bis NW48 mit höchster IP-Schutzeigenschaft (IP-Schutzklassen 66, 67, 68 und 69), sodass für alle Anwendungen nur noch eine Kabelschutz-Verschraubung erforderlich ist.

Breites Sortiment an Schutzprodukten
Die industriellen Kabelschutzprodukte der FIP gibt es in vielen Materialien, Formen und Ausführungen: Die Textilschläuche FIPJACK® schützen Kabel und Leitungen vor Chemikalien, Flüssigkeiten und Strahlungswärme sowie vor Abrieb und spitzen Gegenständen. Höchste Anforderungen hinsichtlich Temperatur und chemischer Beständigkeit erfüllen die Wellrohre der Reihe FIPHEAT®. Dauernde dynamische Bewegungen meistern die Rohre der Serie FIPMOTION®. Sie überzeugen mit Wechselbiegefähigkeit und hoher mechanischer sowie chemischer Beständigkeit. Zur Produktlinie FIPMETAL® zählen hochflexible Metallschutzschläuche, die vor Traktion, Torsion und Stauchung schützen. Dank der dazugehörigen Verschrau-bungsserie lassen sich FIPMETAL®-Rohre individuell mit verschiedenen An-schlussgewindetypen und -größen kombinieren.

Nachträglicher Kabelschutz
Um die Nachrüstung zu vereinfachen, hat FRÄNKISCHE das zweigeteilte Wellrohr erfunden. Für die FIP stellen die teilbaren Wellrohre FIPSPLIT®, erhältlich bis 100 Millimeter Durchmesser, mit wenigen Handgriffen hochwertigen Kabelschutz nach-träglich her. Damit die Rohrhälften sicher verbunden und befestigt werden, gibt es Verschraubungen und Zubehörteile. Außergewöhnliche Lösungen, etwa segmentierte Rohrsysteme oder mehrschichtige Wellrohre, Rohre mit integriertem Gewindeanschluss oder Sonderanfertigungen bietet die FIP in der Produktgruppe FIPSPECIALS®. Hier sind Rohre auch nicht immer rund: Auf Wunsch fertigt der Kabelschutz-Experte auch platzsparende ovale Wellrohre sowie vier- oder sechseckige Schutzprodukte.

Systemanbieter FIP
Vom Rohrproduzenten zum Systemanbieter: Die FIP liefert nicht nur Komponenten, sondern fertigt und vertreibt ganze Systeme. Was die FIP mit FIPLOCK® und FIPLOCK®ONE bereits erfolgreich etabliert hat – ein Komplett-Paket aus Fitting und Wellrohr – ist der nächste Schritt für FIPMOTION®. Die Zukunft dieser hoch-flexiblen und konkurrenzlosen PA12-Wellrohre liegt im Roboter-Bereich: Für Groß- und Industrieroboter, Fertigungstrassen und Portal-Roboter für die Automation hat die FIP ihr spezielles Robotik-Wellrohr im Sortiment.

Nachhaltigkeit und Heimattreue
Ein wichtiger Aspekt für die Weiterentwicklung der FIP ist Nachhaltigkeit: Um sei-nem ökologischen Fußabdruck Rechnung zu tragen, fertigt das Unternehmen dezentral in global verteilten Produktionsstätten. Im industriellen Kabelschutz belie-fert ein weltweites Netzwerk an Partnern Kunden direkt vor Ort und betreut sie in ihrer Landessprache. Trotz seiner internationalen Ausrichtung bleibt das Unter-nehmen seiner Heimat Königsberg verbunden: Bis Ende 2018 wird hier das neue Werk West gebaut, um die massiven Platzprobleme aufgrund des schnellen Wachstums zu lösen. Auf einer Fläche von 30.000 Quadratmetern entstehen ein Blockheizkraftwerk, ein Verwaltungs- sowie ein Produktions- und Lagergebäude.

In ihren bislang 112 Jahren Unternehmensgeschichte waren FRÄNKISCHE und FRÄNKISCHE Industrial Pipes mit großer Innovationskraft einer der Wegbereiter in Elektrotechnik und industrieller Automation. Sie bauen ihr Know-how und das Pro-duktportfolio kontinuierlich aus, sodass ihre Kunden auch künftig von vielen Ein-satzmöglichkeiten in industriellen Anwendungen profitieren werden.