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Grundlagen

Gebäudedränung hält das Haus von unten trocken. Sie sorgt für Werterhaltung der Bausubstanz und für ein gesundes Wohnklima.

Definition
Dränung ist das unterirdische Abführen von Wasser meist mittels gelochter, perforierter bzw. geschlitzter Rohre. Von Gebäudedränung spricht man, wenn die für die Dränung notwendigen Mittel gezielt dafür eingesetzt werden, dass Gebäude vor Nässe aus dem umgebenden Erdreich geschützt werden. 

Bedeutung
Gebäudedränung hat eine große wirtschaftliche Bedeutung! 90% aller Bauschäden im Kellerbereich könnten durch fachgerechte Dränung  verhindert werden. Sie trägt also ganz wesentlich zur Werterhaltung bei.
Gebäudedränung macht Kellerräume als Wohnräume, für Sport, Freizeit und Erholung nutzbar, weil sie für trockene Wände sorgt.
Ein feuchter Keller bietet zudem perfekten Nährboden für Schimmelbefall, was nachweislich der Gesundheit schadet. Gebäudedränung hat deshalb auch eine erhebliche Bedeutung für ein gesundes Wohnklima. 

Funktionsweise
Erdberührte Bauteile eines Hauses, wie die Bodenplatte oder der Keller, haben sehr oft Kontakt mit Wasser verschiedenster Art – Grundwasser, Sickerwasser, Schichtenwasser etc. Kommt es zu einem Wasseranstau am Haus, kann dies zu Schäden führen. Gebäudedränung (Ringdränung) in Verbindung mit einer fachgerechten Außenabdichtung der Kellerwand schützt die Kellerräume vor entstehender Feuchtigkeit. Das drückende Stauwasser wird gefahrlos abgeleitet, Durchfeuchtungen können nicht entstehen.
Grundsätzlich sollte man bei jedem Gebäude über eine Dränung nachdenken, auch wenn trockene Baugruben während der Bauphase dies überflüssig erscheinen lassen.