Deutschland

Grundlagen

Die landwirtschaftliche Dränung sorgt dafür, dass durch Entwässerung die Ertragskraft der landwirtschaftlichen Flächen erhalten bleibt oder verbessert wird. Sie ermöglicht eine mechanisierte Landwirtschaft und steigert die Wirtschaftlichkeit der Betriebe.
Definition
Das Wort „Dränung" stammt aus dem Englischen und bedeutet allgemein „Entwässerung, Ableitung, Abfluss". Abgesehen von der parallelen Verwendung des Begriffes in der Medizin ist die Dränung definiert als die Herstellung künstlicher unterirdischer Wasserabzüge, verrohrt oder nicht verrohrt, die überschüssiges Wasser ableiten sollen.
Von Flächendränung mit Rohren spricht man, wenn zum Zwecke der Entwässerung im Boden systematisch angeordnete Rohrstränge verlegt werden.
Landwirtschaftliche Dränung, wie wir es verstehen, ist in diesem Sinne immer Flächendränung mit Rohren.

Bedeutung
Ziel einer Dränung ist die Verbesserung des Bodenwasserhaushaltes eines Standortes. Entwässerung findet insbesondere in der Landwirtschaft Anwendung, schützt aber auch Siedlungs-, Industrie-, Erholungs-, Sport- und Verkehrsanlagen sowie Gebäude. Sie schafft und gestaltet gleichermaßen Lebensraum. Dränung als Teilbereich der Entwässerung steigert nicht nur den Ertrag, sondern beseitigt Nutzungserschwernisse, dient der Bodenerhaltung und ermöglicht die heute unumgängliche mechanisierte Landwirtschaft.
Boden ist eine nicht vermehrbare Ressource. Dagegen nimmt die Weltbevölkerung weiterhin schnell zu und dementsprechend die Nachfrage nach Nahrungsmitteln, die auf diesem Boden produziert werden.

Funktionsweise
Ein System für die landwirtschaftliche Dränung besteht aus einer Saugleitung („Sauger“) und einer Sammelleitung („Sammler“). Durch Schlitze in der Rohrwand tritt das Wasser in die Sauger ein. Die Rohre saugen das Wasser regelrecht an. Anschließend fließt das Wasser entsprechend dem Gefälle zu den Sammlern hin. Diese leiten das gesammelte Wasser zum Gewässer oder zur Vorflut ab.