Deutschland

Bemessung der Leitungsanlage

Die Bemessung der Leitungsanlage beruht im Allgemeinen auf der Berechnung des Druckverlustes in derselben.

Die Bemessung des Druckverlustes richtet sich dabei nach den Vorgaben der DVGW TRGI 2008 und dem Arbeitsblatt G 617 für

– 23 mbar Ausgangsdruck am Gas- Druckregelgerät
– 20 mbar notwendiger Geräteanschlussdruck
– 3 mbar (300 Pa) max. zulässiger Gesamtdruckverlust

Rohrdurchmesser, Absperreinrichtungen und andere Bauteile der Gasinstallation sind so auszuwählen, dass der Druckverlust vom Ausgang des Gas-Druckregelgerätes bis zum Ausgang der Geräteanschlussarmatur nicht mehr als 300 Pa (3 mbar) beträgt. Damit wird bei einem Nenn-Ausgangsdruck des Gas-Druckregelgerätes von 23 mbar ein Geräteanschlussdruck von 20 mbar sichergestellt.

Des Weiteren ist durch die Bemessung der Leitungsanlage die Wirksamkeit der Gasströmungswächter (GS) sicherzustellen.

Verfahren zur Bemessung der Leitungsanlage

Tabellenverfahren

Hierbei wird in Tabellenform der Druckverlust von Bauteilen vorgegeben, jeweils in Abhängigkeit von der Belastung. Anhand des vorliegenden Leitungs-Schemas lässt sich so der Druckverlust der Leitungsanlage ermitteln. Einzelne Bauteile der Leitungsanlage können beliebig kombiniert werden. Es können mehrere Rohrwerkstoffe (z. B. Stahl mit alpex-gas) kombiniert werden.

Anwendungsfall:
  • Leitungsanlage mit mehr als 1 Gaszähler
  • Leitungsanlage mit Mischinstallation Kunststoff/Metall
  • Leitungsanlage mit zusätzlichen Bauteilen (z.B. Absperrarmaturen)
  • Leitungsanlage mit mehr als 50m oder mehr als 12 Winkelzuschlägen je Leitungsabschnitt
  • Leitungsanlage bei der der Geräteanschluss tiefer als der Leitungsanfang liegt

Diagrammverfahren

Das Diagrammverfahren ist ein vereinfachtes Verfahren für die Einzelzuleitung und Verteilerinstallation mit alpex-gas. Aus den Diagrammen ab Seite 43 der technischen Information zu alpex-gas wird für vorgegebene Bauteilkombinationen die maximal zulässige Leitungslänge ermittelt. Die Auswahl der Bauteile (GS, Gaszähler und Geräteanschlussarmatur) ist in Abhängigkeit von der Nenn- bzw. Streckenbelastung vorgegeben.

Anwendungsfall:
  • Leitungsanlage mit Einzelzuleitung (1 Gasgerät und 1 Gaszähler)
  • Leitungsanlage mit max. 1 Gasverteiler (2 bzw. 3 Gasgeräte) und max. 1 Gaszähler

Achtung: Zur Dimensionierung darf nur ein Verfahren angewendet werden. Die gleichzeitige Verwendung beider Verfahren ist nicht zulässig.