Deutschland

Druckprüfung

Für mehr Sicherheit müssen alpex Verbinder aus PPSU / Messing nach der Installation und vor den Verputz- bzw. Estricharbeiten druckgeprüft werden. Diese Prüfung kann sowohl mit Wasser als auch mit Druckluft vorgenommen werden und erfolgt grundsätzlich bei allen Trinkwasser- und Heizungsinstallationen in zwei Schritten: Zunächst wird die Installation auf Dichtheit (Leckagefunktion) und anschließend auf Festigkeit geprüft.

Druckprüfung mit Wasser

Arbeitsschritte

  • Dichtheitsprüfung
    Nach dem Befüllen der Anlage mit Wasser erfolgt gemäß DVGW Arbeitsblatt W534 eine Dichtheitsprüfung der Fittings/Verbinder im Bereich von 1 bis 6,5 bar. Im unverpressten Zustand sind die alpex Verbinder in diesem Bereich dank ihrer Leckagefunktion sichtbar undicht. Eine Sichtkontrolle ist dabei erforderlich.

  • Festigkeitsprüfung
    Nach der erfolgreichen Dichtheitsprüfung erfolgt die Festigkeitsprüfung mit Wasser bei Trinkwasserinstallationen nach EN 806-4 mit 11 bar und bei Heizungssystemen nach DIN 18380 mit 4 bis max. 6 bar.

Gemäß VDI Richtlinie 6023 sollte die Trinkwasseranlage aus hygienischer Sicht nach der Druckprüfung mit Wasser und der anschließenden Spülung unmittelbar, d.h. ohne jegliche Stillstandszeiten, in Betrieb genommen werden. Aus Gründen der Trinkwasserhygiene, des Korrosionsschutzes und des Frostschutzes soll ein Befüllen der Trinkwasser-Installationen erst vor Beginn des bestimmungsgemäßen Betriebes erfolgen. Lange Verweilzeiten des Wassers in einer befüllten oder teilbefüllten Anlage haben negative Auswirkungen auf die zukünftige Trinkwasserqualität und sind deshalb zu vermeiden.

Bei späterer Inbetriebnahme empfiehlt sich eine Druckprüfung mit Druckluft. Das Abdrücken der Installation mit Druckluft hat nicht nur den Vorteil, dass Frostschäden vermieden werden. Auch eine Beeinträchtigung der hygienischen Unbedenklichkeit aller Anlagenteile durch stagnierendes Wasser in den Rohrleitungen wird vermieden.

Druckprobenprotokoll Wasser
Druckprobenprotokoll Wasser
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Spülprotokoll Trinkwasseranlage
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Druckprüfung mit Druckluft

Aufgrund der Kompression von Gasen sind aus physikalischen und sicherheitstechnischen Gründen bei der Durchführung der Druckprüfung mit Luft andere Anforderungen zu beachten als bei einer Prüfung mit Wasser.

Hier sollte entsprechend des ZVSHK-Merkblatts „Durchführung einer Druckprüfung mit Druckluft oder inerten Gasen für Trinkwasser-Installationen nach DIN 1988 (TRWI)" verfahren werden.


Arbeitsschritte

  • Dichtheitsprüfung:
    Sie erfolgt gemäß ZVSHK-Merkblatt mit 150 mbar. Bei 100 Liter Leitungsvolumen beträgt die Prüfzeit mindestens 120 Minuten. Je weitere 100 Liter ist die Prüfzeit um 20 Minuten zu verlängern.

  • Festigkeitsprüfung:
    Nach erfolgreicher Dichtheitsprüfung erfolgt die Festigkeitsprüfung gemäß ZVSHK-Merkblatt bei Trinkwasserinstallationen und bei Heizungssystemen mit max. 3 bar – Prüfzeit 10 min.
Druckprobenprotokoll Druckluft
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