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FRÄNKISCHE denkt grün

Deutschland hat sich dazu verpflichtet, seine Treibhausgas-Emissionen bis zum Jahr 2030 um mindestens 65 % gegenüber dem Wert von 1990 zu senken. Als innovatives und nachhaltiges Familienunternehmen möchte FRÄNKISCHE die Energiewende vorantreiben und aktiv den Klimaschutz unterstützen, um nachfolgenden Generationen eine gesunde Umwelt zu hinterlassen.

Energiekonzept für Königsberg

Im Zuge eines Energiekonzepts wurde untersucht, wie der FRÄNKISCHE-Hauptsitz in Königsberg künftig mit hohen Anteilen regenerativer Energien ganzheitlich mit Strom, Wärme und Antriebsenergie für die innerbetriebliche Logistik versorgt werden kann. Ziel war es, wirtschaftlich tragfähige Szenarien für einen zunehmend CO2-neutralen Standort mit grünem Wasserstoff als Energieträger zu entwickeln.

Bei der Entwicklung der Szenarien wurden u. a. die Stromversorgung aus regenerativen Quellen, eine Wasserstoffversorgung in Kooperation mit regionalen Energieversorgern, die Flottenversorgung der Intralogistik mit Wasserstoff sowie die Sektorenkopplung vor Ort durch Wasserelektrolyse und Blockheizkraftwerke berücksichtigt.

Schematische Darstellung der Energieversorgung

Ergebnisse

Für die Stromversorgung stellt ein Ausbau der erneuerbaren Energien die unverzichtbare Basis dar: Ein Optimum für das Werk liegt bei 6,6 MWp Photovoltaik (ca. 7 ha Freifläche) & 8,5 MW Windkraft (2 Windräder). Ein 3,3 MWh Batteriespeicher erhöht die Eigenverbrauchsquote und wirkt netzdienlich. Der überschüssige Strom aus Wind und Sonne wird anschließend in einem Elektrolyseur in Form von grünem Wasserstoff gespeichert. Der erzeugte Wasserstoff wird für die Stapler genutzt, Überschüsse können dem Erdgas-BHKW beigemischt werden. Eine weitere Option besteht im Austausch von Wasserstoff über eine Wasserstoffleitung mit dem Stadtwerk in Haßfurt. Das Stadtwerk Haßfurt betreibt bereits seit 2016 eine Elektrolyseanlage zur Erzeugung von grünem Wasserstoff. In Summe könnten mit Hilfe von Wasserstoff als Energiespeicher rund 75 % der am Standort Königsberg erzeugten Energie genutzt werden, wodurch sich der energiebedingte CO2-Fußabdruck des gesamten Werks um rund 50 % bzw. 7.500 Tonnen pro Jahr reduzieren würde. Weitere 25 % der erneuerbaren Energieerzeugung könnten über die Einspeisung von Strom ins öffentliche Netz und den Austausch von Wasserstoff mit Haßfurt regional im Umfeld des Werks genutzt werden.

Förderung des Projekts

Das Projekt ist ein Gemeinschaftsvorhaben von FRÄNKISCHE, dem Institut für Energietechnik (IfE), der DBI Gas- und Umwelttechnik GmbH und dem Stadtwerk Haßfurt.

Im Rahmen des Programms „Energiekonzepte und kommunale Energienutzungspläne“ wird das Projekt mit einem Fördersatz von 40 % vom Bayerischen Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie (StMWi) unterstützt.

Wasserstoff als Energieträger

Wasserstoff ist ein farb- und geruchloses Gas und das leichteste chemische Element. Er ist prädestiniert als Energieträger der Zukunft, da bei seiner Verbrennung mit Sauerstoff ausschließlich Wasser entsteht, er nahezu unbegrenzt zur Verfügung steht und eine hohe massebezogene Energiedichte aufweist. Wird Wasserstoff via Elektrolyse aus erneuerbaren Energien erzeugt, ist der Energieträger gänzlich nachhaltig.