Regenwasserbewirtschaftung

Grundlagen der Regenwasserbewirtschaftung

In hochentwickelten Ländern wie Deutschland, Frankreich oder England sind große Anteile der natürlichen Landschaft überbaut. In Deutschland liegt der Anteil bei 12,5 % – gut die Hälfte davon ist versiegelt. Fällt Regen auf diese Fläche, ist der natürliche Wasserkreislauf unterbrochen, denn das Wasser wird weder gespeichert, noch kann es auskömmlich versickern oder verdunsten.

Die Aufgabe
Überall dort, wo Regenwasser auf Straßen, Plätze, Dächer, Flughäfen, Stadien oder andere befestigte Flächen fällt, beginnt unsere Aufgabe: Den natürlichen Wasserkreislauf nachzubilden und für die schonende Rückführung in die Natur zu sorgen.

 

Unsere Kompetenz
Wir von FRÄNKISCHE arbeiten seit über 30 Jahren in der Siedlungs- und Verkehrswegeentwässerung. Die Regenwasserbewirtschaftung durchdringt diese Bereiche in zunehmendem Maße und wird zum Maßstab für umweltbewusstes Handeln. Heute wissen wir, dass jede Aufgabe im Zusammenhang mit Regenwasser Kooperation, Systemdenken und Schnelligkeit verlangt.

Die Lösung
Seit Jahrzehnten sind unsere Produkte die Trendsetter der Branche. Dabei vereinen sie Ökonomie und Ökologie auf einzigartige Weise. So schaffen wir es, dass Regenwasser seinen Weg zurück in den natürlichen Kreislauf findet, ohne in Städten und Gemeinden Schäden durch Überflutungen anzurichten.

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Der richtige Umgang mit Wasser ist in Europa und Deutschland durch Normen und Richtlinien festgelegt, die wichtigsten sind in der nachfolgenden Übersicht zusammengefasst.

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Europäischer Ordnungsrahmen
Die EU-Mitgliedsstaaten haben mit der Europäischen Wasserrahmenrichtlinie eine gemeinsame Basis für umfassenden Gewässerschutz geschaffen. Dabei werden auch länderübergreifende Gewässereinzugsgebiete betrachtet. Die grundsätzliche Zielsetzung ist es, bis 2015 einen guten Zustand in den Oberflächengewässern und im Grundwasser zu erreichen bzw. zu erhalten, sofern keine Fristverlängerung oder Ausnahmen in Anspruch genommen werden. Für Gewässer, für die eine Fristverlängerung für die Zielerreichung über 2015 hinaus in Anspruch genommen wurde, sind spätestens nach zwei weiteren Bewirtschaftungszyklen (2015 bis 2021 und 2021 bis 2027) alle Umweltziele der Richtlinien zu verwirklichen. Die Mitgliedsstaaten setzten jeweils die definierten Ziele der Wasserrahmenrichtlinie selbständig in ihren Vorschriften um.

Umsetzung in Deutschland
In Deutschland wurde das Wasserhaushaltsgesetz angepasst und mit jüngster Novellierung im März 2010 in Kraft gesetzt. Bei Neubesiedelungen muss nun das anfallende Regenwasser vor Ort dem natürlichen Wasserkreislauf wieder zugeführt werden. Zudem werden für technische Lösungen unter Beachtung der Kosten-Nutzen-Relation die besten verfügbaren Technologien gefördert. Beruhend auf dem Wasserhaushaltsgesetz setzten auch einzelne Landesgesetze die Leitlinien der Europäischen Wasserrahmenrichtlinie um.

Planungsrichtlinien

DWA-Arbeitsblatt A 138
Allgemeine Richtlinien für „Planung, Bau und Betrieb von Anlagen zur Versickerung von Niederschlagswasser". Berücksichtigt werden sowohl alle Arten von anfallendem Regenwasser als auch alle Möglichkeiten zur fachgerechten Versickerung unter Berücksichtigung der entsprechenden Belastungspotenziale. Ziel ist die naturnahe Regenwasserbewirtschaftung unter Berücksichtigung des Boden- und Gewässerschutzes.

DWA-Merkblatt M 153
Gibt „Handlungsempfehlungen zum Umgang mit Regenwasser". Zeigt die verschiedenen Arten der Vorbehandlungen auf, denen Regenwasser unterzogen werden sollte, bevor es versickert oder in ein Gewässer eingeleitet werden kann.

DWA-Arbeitsblatt A 117
Für die „Bemessung von Regenrückhalteräumen".

DIN 1989 Teil 1-3
Regelung der Anforderungen an Regenwassernutzungsanlagen.

Generell müssen landesspezifische Vorschriften zum Umgang mit Regenwasser beachtet werden.

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RigoPLAN® professional 6.40 - Bemessungssoftware
Die Vielfalt und die Möglichkeiten der Regenwasserbewirtschaftungsanlagen sind nahezu unbegrenzt und lassen sich kaum vollständig darstellen, denn jede Anlage muss entsprechend den örtlichen Gegebenheiten und Problemstellungen geplant werden. Für die Bemessung von Regenwasserbewirtschaftungsanlagen steht eine Software zur Verfügung, mit der verschiedenste Anlagentypen wie z. B. Versickerungsanlagen, Regenrückhaltebecken mit Überflutungsprüfung sowie auch Regenwasserbehandlungsanlagen geplant werden können.

Grundlage dieser Software sind aktuelle Regelwerke:

  • Bemessung von Versickerungsanlagen verschiedenster Art nach DWA-A 138
  • Bemessung von Regenrückhalteräumen nach DWA-A 117
  • Bemessung von Anlagen zur Regenwasserbehandlung – nach DWA-M 153 bzw. nach „Arbeitshilfen für den Umgang mit Regenwasser in Siedlungsgebieten“; LUBW (Landesanstalt für Umwelt, Messungen und Naturschutz Baden-Württemberg)
  • Überflutungsnachweise außerhalb von Gebäuden nach DIN 1986-100

RigoCAD®-Zeichnungsbibliothek
In den AutoCAD-Zeichnungen sind Standardeinbausituationen im Längsschnitt, Querschnitt und als Grundriss vorbereitet, die durch den Planer an das jeweilig aktuelle Bauvorhaben angepasst werden können. Diese Zeichnungen können dann in die Planungsunterlagen eingefügt oder erklärend als Detaildarstellung den Ausschreibungsunterlagen angefügt werden.